Künstliche Intelligenz managt Ladestationen von Elektroautos

Künstliche Intelligenz - Elektroauto
Künstliche Intelligenz – Elektroauto

Öffentliche Ladestationen werden bei längeren Touren die Zapfsäulen der Elektroautos sein. Schon heute unterstützt KI den Fahrer in Teilbereichen.

Moderne Autos – u. a. der Mercedes EQC – unterbreiten dem Fahrer im integrierten Navi eine Route mit Ladestationen in der Nähe seiner Wegstrecke. Eine tolle Sache!

Ist diese Ladestation bei Ankunft dann auch frei? Diese Frage bleibt bisher unbeantwortet und ist Glückssache. Der nächste Schritt muss sein, dass man die Ladestation für seine Ankunft vollautomatisch reservieren kann. Die Ankunftszeit kann vom Navi unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage recht genau berechnet werden.

Auch kann unter Berücksichtigung der individuellen Parameter Ladezeiten berechnet werden, so dass für jeden Ladepunkt ein Zeitmanagement erfolgen kann. Lange Stillstände sind durch die Vernetzung vermeidbar.

Dies ist technisch ohne großen Aufwand realisierbar. Ein Hindernis ist bisher, dass geladene Autos oftmals länger als nötig an den Stationen verbleiben.

Fahrern per Textnachricht das Ende des Ladevorgangs anzukündigen ist der erste Schritte. Wer nicht innerhalb einer gewissen Zeit Platz für den nächsten macht, muss mit Zusatzkosten rechnen.

Herstellerunabhängige Verwaltung notwendig

Voraussetzung für Planung, Reservierung und Umsetzung der Vision ist eine zentrale Stelle, welche alle öffentliche Ladestationen herstellerunabhängig verwaltet.

Um dem Fahrer den höchstmöglichen Komfort zu bieten, muss eine Abrechnungsform gefunden werden, welche modern und transparent ist.

Ob die Abrechnung direkt mit dem Fahrer erfolgt oder eine Institution – Autohersteller oder Automobilclub – zwischengeschaltet ist, kann man individuell festlegen.

Ladestationen mit Vernunft bauen

Mir stellen sich die Haare zu Berge, wenn ich höre, welch hohe Anzahl von Ladestationen im öffentlichen Raum (angeblich) notwendig sind, um eine ausreichende Versorgung zu sichern.

Laut einem Artikel im Handelsblatt (15.04.2019) verlangen Experten „bis 2030 insgesamt 600.000 Ladepunkte im öffentlichen Raum, eine Million an den Arbeitsstätten sowie 10.000 Schnellladestationen vorwiegend an Autobahnraststätten“.

14.000 Tankstellen haben wir mit ca. 160.000 Zapfsäulen

14.118 Tankstellen (Stand: 2018) gibt es derzeit in Deutschland – unbestätigten Informationen nach mit insgesamt ca. 140.000 – 160.000 Tanksäulen. Bei über 80 Mio. Fahrzeugen mit Diesel-/Benzinmotoren.

Auch wenn der Ladevorgang bei Elektroautos länger dauert und es bis 2030 7 Mio. angedachte E-Autos geben soll, wird es wirtschaftlich ein Desaster über 600.000 öffentliche Ladepunkte aufzustellen.

Nach realistischeren Schätzungen reichen 350.000 Ladepunkte auf Parkplätzen von Einkaufszentren, Freizeiteinrichtungen sowie die angedachten 10.000 Schnellladepunkte vorwiegend an der Nähe von Autobahnen völlig aus.

Abseits der Ferienzeiten fahren die wenigsten Menschen an einem Stück über die durchschnittliche Reichweite von 400 km eines Elektroautos.

Mobile Ladestationen überbrücken Engpässe

Zu den Ferienzeiten können mobile Schnellladestationen an Autohöfen, Raststätten und entlang der Verkehrsknotenpunkte Engpässe vermeiden. Auch sind mobile Ladestationen auf Messeparkplätzen und anderen Veranstaltungsorten wie Festivals oder Konzerten ein Thema.

Bei einer gesunden Grundversorgung an den Orten des Geschehens (Arbeit, Einkauf, Freizeit) ist es wirtschaftlicher Wahnsinn nicht gerade billige Infrastruktur im Übermaß bereitzustellen.

Künstliche Intelligenz kann bei der Wahl und dem Betrieb geeigneter Standorte gute Dienste leisten.

Auch sehe ich die 1 Mio. geforderten Ladestationen in Unternehmen kritisch.
Viele Arbeitnehmer wohnen im Umkreis von 20 km um den Wohnort und auf der anderen Seite ist der Arbeitsmarkt – auch dank künstlicher Intelligenz – so sehr im Wandel, dass in wenigen Jahren viele Arbeitsplätze in Fabriken wegfallen und immer mehr Heimarbeitsplätze (Homeoffice) entstehen.

Aus heutiger Sicht mag die Zahl stimmen, aber zum Ende dieser Dekade ist eine weit aus niedrigere Anzahl notwendig.

Trends mitgehen und nicht Datenschutz vorschieben

Datenschutz wird missbraucht. Der gläserne Bürger ist die Horrorvision der Datenschützer und der Menschen, die den Wandel der Zeit nicht nachvollziehen können.

Mitgestalten statt verbieten

Natürlich muss man die Möglichkeit haben seine persönlichen Daten gegen Missbrauch zu schützen. Wenn jedoch der Datenschutz gegen jede Neuerung eingesetzt wird, bleibt die Entwicklung nicht stehen. Letztlich wird die Künstliche Intelligenz dann in Ländern entwickelt, wo Datenschutz höchstens auf dem Papier existiert.

Daher sei die legitime Frage erlaubt, ob man sich nicht doch der technischen Möglichkeiten stellen soll. Mitgestalten bzw. mitentwickeln, ist am Ende des Tages besser als eine Technologie vor den Kopf gesetzt zu bekommen, wo man nur hoffen kann, dass die Daten nicht missbräuchlich verwendet werden.

Wenn Sie meine Theorie nicht verstehen, dann denken Sie bitte mal an WhatsApp, Facebook, Twitter & Co. Ist erst einmal eine App im Umlauf, kann man sich den Trends nicht entziehen.

Zum Beispiel gibt es sehr gute europäische Konkurrenzprodukte zu WhatsApp. Jedoch wurde hier die Entwicklung anfangs von Datenschützern gebremst. Im Endeffekt hat der Instant Messaging-Dienst den amerikanischen und europäischen Kontinent überrollt. Schutz der persönlichen Daten ist auf ein Minimum beschränkt.

Über eigenen Tellerrand schauen

Immer „nein“ sagen und in einem Glashaus wohnen, konnte man vielleicht in der Vergangenheit tun. Seit die Menschheit über Internet so eng wie noch miteinander verbunden ist, muss man über den Tellerrand schauen.

Manche technische Entwicklung mag besorgniserregend sein. Dies sehe sogar ich so. Jedoch bin ich der Ansicht, dass viele Dinge der Markt und die Akzeptanz regulieren wird. Zu Uber, airbnb & Co. kann man stehen wie man möchte, aber die Portale sind keine Gefahr für den Weltfrieden! Wie fast panisch von Presse berichtet.

Der überregulierte Taximarkt in Deutschland gehört reformiert. Der Zunft schmeckt es nicht, jedoch sind die Fahrtkosten teilweise unverschämt. Wie auch bei der Wohnungsvermietung.

Das Internet greift lediglich den Wunsch der Menschen auf! Wenn der Markt nicht da wäre, wäre die Beliebtheit der Vermittlungsportale nicht so hoch.

Die Bevölkerung in einem demokratischen Land kann man nicht auf Dauer abschotten. Meiner Meinung nach soll man sich den technischen Entwicklungen stellen und in diesem Bereich den Markt liberaler gestalten. Letztlich ist jeder Bürger mündig und kann bei ausreichender Aufklärung selbst für oder gegen eine Sache entscheiden.

Künstliche Intelligenz Schritt für Schritt in Unternehmen einführen

Aus meiner Praxiserfahrung kann ich Ihnen sagen, dass Sie Künstliche Intelligenz nicht mit Science Fiction verwechseln dürfen. Dies ist mit der häufigste Fehler bei Einführung von KI in Unternehmen.

Überzogene Erwartungen schmälern Akzeptanz

KI-Projekte müssen genau beschrieben werden und auf einen klaren geschäftlichen Nutzen abzielen.

Künstliche Intelligenz ist keine Wunderwaffe. Überzogene Erwartungen in den Fachabteilungen schmälern die Akzeptanz von der KI. Es muss ganz klar kommuniziert werden, dass sich mit der Einführung auch Geschäftsprozesse ändern – einhergehend mit neuen Lösungsansätzen und Technologien.

Mit der Definition eines Business Cases (Geschäftsprozesses) ist es also keineswegs getan. Die eigentliche Herausforderung ist die Umsetzung der einzelnen Schritte eines KI-Projekts sind.

Definieren, testen und trainieren eines Modells gehen einher mit dem
Überwachen und der meist notwendigen Anpassung von Parametern.

Die erfolgreiche Durchführung eines Projekts kann nur dann gelingen, wenn fachliche Anforderungen mit den technologischen Möglichkeiten abgeglichen werden.

Ist Künstliche Intelligenz Neuland für das Unternehmen bzw. den Unternehmensbereich, so ist dringend zu empfehlen, mit einfachen und unkritischen Prozessen erste Erfahrungen zu sammeln.

Große Datenbasis hat viel Potential zur Prozessverbesserung

Künstliche Intelligenz legt offen, dass in Daten überaus viel Potenzial für Prozessverbesserung und zur Gestaltung neuer Prozesse vorhanden ist. Letztlich auch Basis für neue Produktentwicklungen.

Es versteht sich von selbst, dass die Verwendung großer Datenmengen bisher nicht bekannte Sichtweisen auf Produkte, Entwicklungen und Kunden offen legt.

Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang darauf zu achten, von welcher Qualität die Daten sind. Hinterfragen und die Prüfung mittels Kopf und Bauchgefühl gehört auch in Zeiten von Computern zu den wichtigsten menschlichen Aufgaben!

Künstliche Intelligenz verarbeitet im ersten Schritt die zur Verfügung gestellten Daten. Ob richtig oder falsch – logische Analysen können (noch) nicht erfolgen. Hierfür fehlt anfangs die Lernbasis.

Machen Sie auch nicht Fehler sich nur auf interne Datensätze zu beschränken. Erst die Einbindung externer Informationen, komplettiert Ihr System.

Auch wenn ich mich wiederhole: Auswahl der relevanten Daten und eine hohe Datenqualität sind mit die zwei wichtigsten Parameter für den Erfolg von KI in Unternehmen.

Mustererkennung und Prozessautomatisierung klassische Einstiegsthemen

Der Einstieg in die Künstliche Intelligenz kann sowohl in Dienstleistungsbetrieben als auch in der verarbeitenden Industrie, die auf Mustererkennung und Prozessautomatisierung das Augenmerk setzen, mit relativ geringem Aufwand erfolgen.

Einfache regelbasierte und sich wiederholende Prozesse sind der allerbeste Start in das KI-Zeitalter.

Die Umsetzung erfordert überschaubaren Ressourceneinsatz und die Ergebnisse sind rasch erkennbar.

Effiziente, fehlerfreie und transparente Unternehmensabläufe treten chaotischen sowie teuren Abläufen entgegen. Neben dem verbesserten Betriebsergebnis sind auch stressfreiere Mitarbeiter unverkennbar.

Künstliche Intelligenz steht als Jobkiller oftmals in der Kritik. Diese Argumente sind jedoch populistisch und spiegeln keineswegs die tatsächliche Entwicklung wider.

Chatbots & Co. sind aus Wirtschaft nicht mehr wegzudenken

Mehrwerte liefern ohne Frage auch Text- und Bilderkennung sowie Natural Language Processing (NLP). Alles was über das klassische Auslesen von Formularen hinausgeht, bietet den entscheidenden Unterschied.

Die Erkennung von Sprache und Texte hat nur eingeschränkt mit Künstlicher Intelligenz zu tun. Erst die Deutung und passende Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, macht den Einsatz der KI aus.

Die Versicherungsbranche und der Bankensektor würden ohne den Einsatz oben genannter Systeme in der heutigen schnelllebigen Zeit nicht mehr möglich sein. Die händische Prüfung ist längst durch die Künstliche Intelligenz ersetzt.

Künstliche Intelligenz wird die Werbung revolutionieren

Heute wird Werbung wie Schrotflinten eingesetzt: an hoch frequentierten Orten aufstellen, hoffen dass ein Mensch diese Slogans wahrnimmt und letztlich Folge leistet.

Die Werbeindustrie steht vor einem Wandel. Schon in wenigen Jahren wird auch die Werbung mit künstlicher Intelligenz persönlicher.

Viele großflächige Werbeplakate werden immer noch die Allgemeinheit ansprechen, aber eben situationsbedingter.

Situationsbedingte Werbung

Künstliche Intelligenz - Gehirn
Künstliche Intelligenz – Gehirn

Allgemein gültige und unpersönliche Werbung wird im ersten Schritt durch situationsbedingte Werbung ergänzt. Mit der Erfahrung und dem geänderten Konsumentenverhalten in Zeiten von KI, wird KI-Werbung großflächig Erfolg haben.

Es werden weltweit Milliarden von Euros für Werbung ausgegeben, welche keinen Anspruch auf Information haben oder jemanden interessiert. Dies liegt oftmals nicht am Einfallsreichtum der Industrie, sondern daran, dass die Werbung zur falschen Zeit am falschen Ort erscheint.

Künstliche Intelligenz wird diese Diskrepanz ändern! In Schaufenstern werden digitale Plakatrahmen den Betrachter erkennen, zuordnen und ihm dann passende Werbung darstellen.

Schon heute ist die Gesichtserkennung dank KI so weit, dass neben dem Kleidungsstil auch die Emotionen berücksichtigt werden (können). Einer jungen Frau Werbung von Parfüm, einem älteren Paar das Reisebüro um die Ecke und dem attraktiven Mann ein Besuch im Sonnenstudio zu empfehlen, steht in wenigen Jahren jedem Ladenbesitzer zur Verfügung.

KI und Werbung werden verschmelzen

RollUp Banner und PopUp Displays sind out! Wen interessiert es, ob in einem Einkaufscenter eine Grafikwand steht? Die Beachtung solcher Werbung ist minimal. Dies liegt daran, weil man weiß, dass die Werbung allgemein ist. Nichts ist persönlich.

Im Gegensatz dazu wird künstliche Intelligenz die Bedürfnisse einer Person oder eventuell einer Personengruppe anhand von Merkmalen erkennen. Entsprechende Werbebotschaften einblenden, die auf Interesse stößt, ist dann so einfach wie leicht.

Innerhalb von kürzester Zeit wird KI und Werbung wie selbstverständlich eine Kombination bilden, welche noch heute der Masse nicht vorstellbar ist.
Werbeträger können auch Besuchermassen lenken, so dass die Auslastung in Einkaufscentern ausgeglichener ist.

Künstliche Intelligenz dümmer als die Polizei erlaubt

Es mag Sie erschrecken, aber künstliche Intelligenz (KI) ist in Wahrheit dümmer als viele Menschen glauben.

In sehr speziellen Fachgebieten ist die KI auf Augenhöhe mit Menschen. Aber sobald dieser Bereich verlassen wird, ist der Computer in der Tat dümmer als die Polizei erlaubt.

Jede Ratte ist noch schlauer als die künstliche Intelligenz! Keine überspitzte Aussage, sondern Realität.

Machen Sie sich keine Sorgen. Bis Maschinen mit dem Wissensspektrum, Bewertungen und entsprechenden Handlungen eines Menschen konkurrieren können, werden wir entweder im hohen Rentenalter sein oder schon von den Würmern gefressen sein.

Menschliche Gehirn noch nicht entschlüsselt

Künstliche Intelligenz - Fingerabdruck
Künstliche Intelligenz – Fingerabdruck

Als Hintergrund sollten Sie wissen, dass Wissenschaftler und Biologen bis heute nicht einmal das menschliche Hirn vollständig verstanden haben. So ist es nicht verwunderlich, dass kein Computer bisher in der Lage ist, dieses zu simulieren.

Wenn es gelingt die Strukturen und die Funktionsweisen des Gehirns vollständig zu entschlüsseln, ist es nur eine Frage von wenigen Jahren bis die künstliche Intelligenz dies zu Ihren Gunsten maschinell nachahmt.

Durch aktuelle Rechenleistung der Computern und durch die rasante Entwicklung von Quantencomputern muss man sich über Rechenleistung keine Gedanken machen.

KI ist sehr fachspezifisch

Ein System auf eine sehr differenzierte Sache zu lernen und entsprechend autonom agieren zu lassen, ist Grundstein der künstlichen Intelligenz. Hier ist der Fortschritt unverkennbar.

Je mehr verwertbare Daten vorliegen und die Lernphase entsprechend ausgeprägt ist, umso sicherer entscheiden und handeln Maschinen. Die Fehlerquote ist schon heute deutlich unter denen der menschlichen Konkurrenz.

So erkennt die künstliche Intelligenz sicherer Krebs als erfahrene Ärzte. Auch ist es Menschen seit dem Jahr 2017 nahezu unmöglich geworden gegen Schachcomputer zu gewinnen oder das chinesische Brettspiel Go.

AlphaGo Zero – Nachfolger von AlphaGo – geht anders an Go heran als ein Mensch. Die Software lernt autonom und perfektioniert sich so, dass völlig andere Spielzüge zu Tage kommen als der Mensch realisieren würde.

Nicht nur die künstliche Intelligenz kann vom Menschen lernen, sondern kann auch dieser mittlerweile ernsthaft vom Computerwissen profitieren und sein Verhalten optimieren.