Künstliche Intelligenz Schritt für Schritt in Unternehmen einführen

Aus meiner Praxiserfahrung kann ich Ihnen sagen, dass Sie Künstliche Intelligenz nicht mit Science Fiction verwechseln dürfen. Dies ist mit der häufigste Fehler bei Einführung von KI in Unternehmen.

Überzogene Erwartungen schmälern Akzeptanz

KI-Projekte müssen genau beschrieben werden und auf einen klaren geschäftlichen Nutzen abzielen.

Künstliche Intelligenz ist keine Wunderwaffe. Überzogene Erwartungen in den Fachabteilungen schmälern die Akzeptanz von der KI. Es muss ganz klar kommuniziert werden, dass sich mit der Einführung auch Geschäftsprozesse ändern – einhergehend mit neuen Lösungsansätzen und Technologien.

Mit der Definition eines Business Cases (Geschäftsprozesses) ist es also keineswegs getan. Die eigentliche Herausforderung ist die Umsetzung der einzelnen Schritte eines KI-Projekts sind.

Definieren, testen und trainieren eines Modells gehen einher mit dem
Überwachen und der meist notwendigen Anpassung von Parametern.

Die erfolgreiche Durchführung eines Projekts kann nur dann gelingen, wenn fachliche Anforderungen mit den technologischen Möglichkeiten abgeglichen werden.

Ist Künstliche Intelligenz Neuland für das Unternehmen bzw. den Unternehmensbereich, so ist dringend zu empfehlen, mit einfachen und unkritischen Prozessen erste Erfahrungen zu sammeln.

Große Datenbasis hat viel Potential zur Prozessverbesserung

Künstliche Intelligenz legt offen, dass in Daten überaus viel Potenzial für Prozessverbesserung und zur Gestaltung neuer Prozesse vorhanden ist. Letztlich auch Basis für neue Produktentwicklungen.

Es versteht sich von selbst, dass die Verwendung großer Datenmengen bisher nicht bekannte Sichtweisen auf Produkte, Entwicklungen und Kunden offen legt.

Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang darauf zu achten, von welcher Qualität die Daten sind. Hinterfragen und die Prüfung mittels Kopf und Bauchgefühl gehört auch in Zeiten von Computern zu den wichtigsten menschlichen Aufgaben!

Künstliche Intelligenz verarbeitet im ersten Schritt die zur Verfügung gestellten Daten. Ob richtig oder falsch – logische Analysen können (noch) nicht erfolgen. Hierfür fehlt anfangs die Lernbasis.

Machen Sie auch nicht Fehler sich nur auf interne Datensätze zu beschränken. Erst die Einbindung externer Informationen, komplettiert Ihr System.

Auch wenn ich mich wiederhole: Auswahl der relevanten Daten und eine hohe Datenqualität sind mit die zwei wichtigsten Parameter für den Erfolg von KI in Unternehmen.

Mustererkennung und Prozessautomatisierung klassische Einstiegsthemen

Der Einstieg in die Künstliche Intelligenz kann sowohl in Dienstleistungsbetrieben als auch in der verarbeitenden Industrie, die auf Mustererkennung und Prozessautomatisierung das Augenmerk setzen, mit relativ geringem Aufwand erfolgen.

Einfache regelbasierte und sich wiederholende Prozesse sind der allerbeste Start in das KI-Zeitalter.

Die Umsetzung erfordert überschaubaren Ressourceneinsatz und die Ergebnisse sind rasch erkennbar.

Effiziente, fehlerfreie und transparente Unternehmensabläufe treten chaotischen sowie teuren Abläufen entgegen. Neben dem verbesserten Betriebsergebnis sind auch stressfreiere Mitarbeiter unverkennbar.

Künstliche Intelligenz steht als Jobkiller oftmals in der Kritik. Diese Argumente sind jedoch populistisch und spiegeln keineswegs die tatsächliche Entwicklung wider.

Chatbots & Co. sind aus Wirtschaft nicht mehr wegzudenken

Mehrwerte liefern ohne Frage auch Text- und Bilderkennung sowie Natural Language Processing (NLP). Alles was über das klassische Auslesen von Formularen hinausgeht, bietet den entscheidenden Unterschied.

Die Erkennung von Sprache und Texte hat nur eingeschränkt mit Künstlicher Intelligenz zu tun. Erst die Deutung und passende Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, macht den Einsatz der KI aus.

Die Versicherungsbranche und der Bankensektor würden ohne den Einsatz oben genannter Systeme in der heutigen schnelllebigen Zeit nicht mehr möglich sein. Die händische Prüfung ist längst durch die Künstliche Intelligenz ersetzt.

Künstliche Intelligenz wird die Werbung revolutionieren

Heute wird Werbung wie Schrotflinten eingesetzt: an hoch frequentierten Orten aufstellen, hoffen dass ein Mensch diese Slogans wahrnimmt und letztlich Folge leistet.

Die Werbeindustrie steht vor einem Wandel. Schon in wenigen Jahren wird auch die Werbung mit künstlicher Intelligenz persönlicher.

Viele großflächige Werbeplakate werden immer noch die Allgemeinheit ansprechen, aber eben situationsbedingter.

Situationsbedingte Werbung

Künstliche Intelligenz - Gehirn
Künstliche Intelligenz – Gehirn

Allgemein gültige und unpersönliche Werbung wird im ersten Schritt durch situationsbedingte Werbung ergänzt. Mit der Erfahrung und dem geänderten Konsumentenverhalten in Zeiten von KI, wird KI-Werbung großflächig Erfolg haben.

Es werden weltweit Milliarden von Euros für Werbung ausgegeben, welche keinen Anspruch auf Information haben oder jemanden interessiert. Dies liegt oftmals nicht am Einfallsreichtum der Industrie, sondern daran, dass die Werbung zur falschen Zeit am falschen Ort erscheint.

Künstliche Intelligenz wird diese Diskrepanz ändern! In Schaufenstern werden digitale Plakatrahmen den Betrachter erkennen, zuordnen und ihm dann passende Werbung darstellen.

Schon heute ist die Gesichtserkennung dank KI so weit, dass neben dem Kleidungsstil auch die Emotionen berücksichtigt werden (können). Einer jungen Frau Werbung von Parfüm, einem älteren Paar das Reisebüro um die Ecke und dem attraktiven Mann ein Besuch im Sonnenstudio zu empfehlen, steht in wenigen Jahren jedem Ladenbesitzer zur Verfügung.

KI und Werbung werden verschmelzen

RollUp Banner und PopUp Displays sind out! Wen interessiert es, ob in einem Einkaufscenter eine Grafikwand steht? Die Beachtung solcher Werbung ist minimal. Dies liegt daran, weil man weiß, dass die Werbung allgemein ist. Nichts ist persönlich.

Im Gegensatz dazu wird künstliche Intelligenz die Bedürfnisse einer Person oder eventuell einer Personengruppe anhand von Merkmalen erkennen. Entsprechende Werbebotschaften einblenden, die auf Interesse stößt, ist dann so einfach wie leicht.

Innerhalb von kürzester Zeit wird KI und Werbung wie selbstverständlich eine Kombination bilden, welche noch heute der Masse nicht vorstellbar ist.
Werbeträger können auch Besuchermassen lenken, so dass die Auslastung in Einkaufscentern ausgeglichener ist.

Künstliche Intelligenz dümmer als die Polizei erlaubt

Es mag Sie erschrecken, aber künstliche Intelligenz (KI) ist in Wahrheit dümmer als viele Menschen glauben.

In sehr speziellen Fachgebieten ist die KI auf Augenhöhe mit Menschen. Aber sobald dieser Bereich verlassen wird, ist der Computer in der Tat dümmer als die Polizei erlaubt.

Jede Ratte ist noch schlauer als die künstliche Intelligenz! Keine überspitzte Aussage, sondern Realität.

Machen Sie sich keine Sorgen. Bis Maschinen mit dem Wissensspektrum, Bewertungen und entsprechenden Handlungen eines Menschen konkurrieren können, werden wir entweder im hohen Rentenalter sein oder schon von den Würmern gefressen sein.

Menschliche Gehirn noch nicht entschlüsselt

Künstliche Intelligenz - Fingerabdruck
Künstliche Intelligenz – Fingerabdruck

Als Hintergrund sollten Sie wissen, dass Wissenschaftler und Biologen bis heute nicht einmal das menschliche Hirn vollständig verstanden haben. So ist es nicht verwunderlich, dass kein Computer bisher in der Lage ist, dieses zu simulieren.

Wenn es gelingt die Strukturen und die Funktionsweisen des Gehirns vollständig zu entschlüsseln, ist es nur eine Frage von wenigen Jahren bis die künstliche Intelligenz dies zu Ihren Gunsten maschinell nachahmt.

Durch aktuelle Rechenleistung der Computern und durch die rasante Entwicklung von Quantencomputern muss man sich über Rechenleistung keine Gedanken machen.

KI ist sehr fachspezifisch

Ein System auf eine sehr differenzierte Sache zu lernen und entsprechend autonom agieren zu lassen, ist Grundstein der künstlichen Intelligenz. Hier ist der Fortschritt unverkennbar.

Je mehr verwertbare Daten vorliegen und die Lernphase entsprechend ausgeprägt ist, umso sicherer entscheiden und handeln Maschinen. Die Fehlerquote ist schon heute deutlich unter denen der menschlichen Konkurrenz.

So erkennt die künstliche Intelligenz sicherer Krebs als erfahrene Ärzte. Auch ist es Menschen seit dem Jahr 2017 nahezu unmöglich geworden gegen Schachcomputer zu gewinnen oder das chinesische Brettspiel Go.

AlphaGo Zero – Nachfolger von AlphaGo – geht anders an Go heran als ein Mensch. Die Software lernt autonom und perfektioniert sich so, dass völlig andere Spielzüge zu Tage kommen als der Mensch realisieren würde.

Nicht nur die künstliche Intelligenz kann vom Menschen lernen, sondern kann auch dieser mittlerweile ernsthaft vom Computerwissen profitieren und sein Verhalten optimieren.

Künstliche Intelligenz kann Landeabbrüche von Flugzeugen reduzieren

Wenn künstliche Intelligenz Ihre Landung sicherer macht, sind Sie dabei?

Fast täglich hört man in den Medien, dass Flugzeuge im Anflug durchstarten müssen und zumeist nach einer Platzrunde („Ehrenrunde“) erneut zur Landung ansetzen.

Dieser Vorgang ist absolut normal und erhöht sogar die Sicherheit. Nichts wäre schlimmer als wenn ein Flugzeug schräg oder zu spät auf der Landebahn aufsetzt. Die Folgen wären katastrophal.

Natürlich kosten Landeabbrüche neben Kerosin und auch viel Zeit – neben Ihrer auch die Zeit des Bodenpersonals. Ganz davon abgesehen, dass die Flugpläne durcheinander kommen.

KI kann Verhaltensmuster erkennen

Es wäre sehr interessant Landeabbrüche mit künstlicher Intelligenz zu erforschen: nicht um den Piloten an den Kragen zu gehen oder eine Airline
wegen schlechter Ausbildung an den Pranger zu stellen, sondern schlicht und ergreifend herauszufinden unter welchen Bedingen, die meisten Abbrüche erfolgen.

Wenn herauskommt, dass bestimmte Wetter- und/oder Windverhältnisse die Zahl der Abbrüche erhöht, so kann man dagegen gezielt vorgehen – die Piloten warnen oder andere Anflugrouten wählen.

Künstliche Intelligenz kann somit dazu beitragen in Zukunft die Landeabbrüche zu reduzieren. Neben oben genannten Faktoren wird auch ganz nebenbei die Umwelt geschont.

Natürlich werden Landungen immer eine Herausforderung für Mensch und Maschine bleiben.
Wenn die KI ergänzend in den Entscheidungsprozess integriert wird, ist nicht nur den Fluggästen geholfen.

Die Akzeptanz der neuen Technik wird durch solch populären Maßnahmen innerhalb kürzester Zeit erhöht.

Künstliche Intelligenz ist Reizthema

Einerseits ist es schön, dass künstliche Intelligenz in aller Munde ist, aber mit unsachgemäßer Berichterstattung wird viel Gutes zerredet. Dies liegt einerseits an unqualifizierten Journalisten und natürlich auch an populistischer Auslegung der Technik.

KI rettet heute schon im Hintergrund viele Menschenleben! Wie schon in einem anderen Artikel erwähnt, ist die starke KI – Roboter mit menschlichem Verhalten – noch meilenweit von der Realität entfernt.

Nur in Hollywood haben Roboter bereits die Menschheit besiegt. Glückwunsch!

Wenn Sie sich bewusst machen, dass sich noch nicht einmal die Biologen einig sind, wie das menschliche Gehirn im Detail funktioniert, so kann man sich beruhigt zurücklehnen. Solange das menschliche Verhalten nicht erklärbar ist, so kann man dies auch keinem Roboter beibringen.

Künstliche Intelligenz schützt vor Autopannen

Gläserne Automobilfabriken sind keine Neuigkeit mehr. Auch die digitalen Lieferketten in der Automobilindustrie sind auf dem Stand der Technik – des derzeit Machbaren.
Hierüber hinaus gibt es bereits mehr oder weniger seriöse Visionen. Noch in dieser Dekade sollen Autos in menschenleeren Fabriken nur von Robotern – verbunden mit künstlicher Intelligenz – hergestellt werden. Ziel ist ganz klar die fehlerfreie und schnellere Montage.

Meine Gedanken drehen sich in diesem Artikel um die technische Einbeziehung individueller Fahrzeugparameter in den täglichen Gebrauch.

Ob Warnhinweis oder Tipps, alles kann in der Praxis auf das Display oder Heap Up eingeblendet werden.

Auch ein Automobil hat nur ein Leben

Es mag sich kindisch anhören, auch einem Auto kann man ein EKG machen. Sogar permanent!
Die Daten werden schon heute im Auto intern erfasst. Anders wie bei einem Menschen, muss keine Schnittstelle mittels Manschette oder Pulsmesser zwischen realer und digitaler Welt geschaffen werden. Die Daten liegen bereits digital vor. Beste Voraussetzungen für den nächsten Schritt.

Anders als beim Menschenleben ist der Tod bei Maschinen vorhersehbarer und somit planbar. Auf der anderen Seite kann das maschinelle Absterben auch verhindert werden.

Dank künstlicher Intelligenz ist dies alles keine neue Erkenntnis! Neu ist der Gedanke, dass die Fahrzeugdaten – anonym oder zuordenbar – mit Hilfe der digitalen Vernetzung im G5-Status live an den Automobilhersteller gesendet werden.

Echtzeitauswertung ist eine Leichtigkeit

In Zeiten von Quantencomputern ist es eine Leichtigkeit in Echtzeit Parameter zu vergleichen und dann warnend einzugreifen, wenn der Computer sieht, dass diese Entwicklung bei einem anderem PKW dieser Baureihe zu einem Motorschaden geführt hat.

Mag sich einfach anhören, aber die Einbeziehung von Außentemperatur und Terrain sind Sachen, die zu einer seriösen Darstellung Berücksichtigung finden müssen.

Hohe Motortemperatur und hoher Öldruck sind auf der Autobahn Warnsignale, bei einem Auto – eventuell sogar mit schwerem Wohnwagen im Schlepptau – auf der Bergstraße jedoch völlig normal.

So ist es unverzichtbar auch die Situation vor dem Eintritt in den aktuellen Zustand in die Lagebeurteilung einzubeziehen.

Wer immer schonend fährt und die Sensoren plötzlich abnormale Fahrzeugwerte übermittelt, gehört anders gewarnt als wenn eine Person täglich sein Auto am Limit bewegt und den Motor bis zum Drehzahlbegrenzer ausfährt.

Warnlampen hat jedes Automobil genug an Bord, diese blinken auch schon heute ohne künstliche Intelligenz in Gefahrensituationen bestens.

Durch die Übermittlung und permanente Situationsbeurteilung werden die Entscheidung in der digitalen Leitstelle jedoch ähnlich gelagerten Daten anderer Auto verglichen.

Künstliche Intelligenz schützt Mensch und Maschine

Wenn die künstliche Intelligenz zu dem Schluss kommt, dass akute Gefahr für Mensch und Maschine besteht, kann dies auf dem Fahrer angezeigt werden bis hin zur Aufforderung den Motor sofort abzustellen.

Zwangsweise Eingriffe von Außen sind tunlichst zu unterlassen, da dem Leitstand die Situation vor Ort unbekannt ist: Auto auf Überholspur, Fahrer gerät bei Zwangsstopp eventuell in Panik, sind nur ein paar wenige Gedanken, die dagegen sprechen.

Viel mehr soll man die Daten nutzen um bei Bedarf dem Fahrer eine passende Werkstatt mit Terminvorschlag zu unterbreiten. Wenn man dann noch das passende Ersatzteil zu dem Termin parat hat, erleichtert künstliche Intelligenz das Leben. Bei solch einem Komfort wird die Technik viel Anerkennung finden.

KI gegen kalte Wintertage vor leeren Autobatterien

Wohl niemand hat etwas dagegen, wenn schon im Vorfeld die sich leerende bzw. alternde Batterien gewechselt wird. Nichts ist schlimmer als wenn an einem kalten Morgen das Auto den Start verweigert.

Um ehrlich zu sein, im ersten Schritt hat es wenig mit künstlicher Intelligenz zu tun. Die Messungen beruhen auf Sensordaten.
Erst die Verarbeitung, der Vergleich und die richtige Deutung dieser digitalen Werte, bringt die künstliche Intelligenz mit ins Spiel.