Christian Junius

Marketing

Social Media ist mehr als Facebook

Letztes Jahr war geprägt durch zwei Anwendungen: Twitter und Facebook. Der Hype auf Facebook wurde durch den Kinofilm “The Social Network” zusätzlich verstärkt.

Social Media als Chance sehen

Firmen sind teilweise “blind” auf diesen Social Media-Zug aufgesprungen und haben Großteile der Budgets in Facebook Apps und Media umgeleitet – der ROI (Return of Invest) war und ist bisher ungewiss.
Häufig wurde jedoch vergessen, dass Social Media mehr ist als Facebook. In naher Zukunft werden Nutzer neue, dynamische Plattformen und Anwendungen für sich entdecken – die Entwicklung hat schon längst begonnen. Diese Portale werden verstärkt genutzt um themen- und kontextspezifische “Beziehungen” zu führen.

QR-Code – das (un)heimliche Viereck

In Zeitungenannoncen, auf Plakatwänden und vor allem bei neueren Werbeaktionen sieht man in letzter Zeit immer häufiger ein dezentes Viereck mit vielen kleinen – für das menschliche Auge nicht entzifferbaren – Zeichen. Dies ist der QR-Code.

Ursprünglich wurde der QR-Code zur Markierung von Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion eingesetzt. Entwickelt wurde der Code von Denso Wave. Die kommerzielle Nutzung des QR-Codes ist momentan lizenzfrei. Denso Wave ist Rechteinhaber, verzichtet allerdings bis heute auf Lizenzgebühren.
Heute wird der QR-Code neben dem Barcode auch häufig für Identifikationssysteme und Geräte zur mobilen Datenerfassung genutzt.

Die Zukunft der Kommunikation und der sozialen Netzwerke

Wie sieht die Zukunft des Internets aus? Meine ganz persönliche Meinung: mittelfristig sind soziale Netzwerke (z. B. Facebook) Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation. Facebook-“Seiten” und “Gruppen” werden immer populärer.

Immer mehr Firmen werden ihre Aktivitäten dorthin verlagern (müssen) – wo das Publikum ist. Auf der anderen Seite werden die Bedeutung von firmeneigenen Websites bzw. Domains abnehmen.
Wenn der Zahlungsverkehr und andere alltägliche Vorgänge über soziale Netzte abgewickelt werden, wird sich die Masse nicht mehr im “Internet”, sondern direkt bei Facebook & Co., anmelden. Das Internet dient für noch als Plattform – wie früher MS-DOS und heute Windows oder Linux.
Heute werden die sozialen Netzwerke in großer Häufigkeit dazu benutzt, Konsumenten auf mehr oder weniger interessante Hompepages zu leiten. Dieser zeitaufwendige und verlustreiche Zwischenschritt – fast die Hälfte der Interessenten brechen diesen Prozess ab – wird entfallen!

Auf Kundenkommentare im Social Web richtig reagieren

Wie kann man als Unternehmen einen perfekten Kundenservice bieten und dabei gleichzeitig den guten Firmennamen bzw. die Marke im Social Web schützen?
Auf sehr einfache Art und Weise: Nutzen Sie die Social Media-Netzwerke (Facebook, Twitter, diverse Blogs), die auch Ihrer Kunden nutzen! Schauen Sie nach Einträgen, die Ihr Unternehmen bzw. Ihre Marke(n) betreffen. Bleiben Sie im Social Web auf dem Laufenden und reagieren Sie gezielt.

Die Macht des Social Web

Eine in dieser Größe beispiellose Kampagne der Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigt, welchen politischen und wirtschaftlichen Einfluss das Soziale Web inzwischen hat und wie weit die Transformation der gewählten Macht zur Macht des Internet fortgeschritten ist. Den Ökoaktivisten gelang es in den vergangenen zwei Monaten, 250 000 Menschen gegen die umstrittene Verwendung von Palmöl in Nestlé-Produkten zu mobilisieren. 1,5 Millionen Internetnutzer klickten auf ein Video, das den Zusammenhang zwischen dem Schokoriegel “Kitkat” und der Vernichtung von Regenwald aufzeigt. 2000 Verbraucher twitterten ihre Forderungen an den Lebensmittelkonzern. Das hat es in dieser Größenordnung so noch nicht gegeben. Palmöl wird vor allem auf Plantagen gewonnen, für deren Anlage Regenwald gerodet wurde. Damit verschwindet der Lebensraum des Orang Utan und anderer Tiere.