Verhaltenskodex für das Web 2.0

Sehr häufig werde ich angesprochen, wie man sich im Internet verhalten soll. Ein paar einfache Tipps und Ratschläge habe ich Ihnen hier zusammengetragen. Bevor Sie weiterlesen, hier die wichtigste und einfachste Regel: seien Sie ehrlich!

* Zeigen Sie den Gesprächspartnern Ihre Identität. Wenn Sie ehrliche Absichten haben, gibt es keinerlei Gründe den vollen Namen und Ihren Arbeitgeber zu nennen. Zumindest wenn Sie beruflich betreffende Inhalte veröffentlichen. Da ist es unerheblich, ob die Website einen privaten oder geschäftlichen Hintergrund hat.

* Schreiben Sie Artikel in der ‚Ich‘-Form; auch wenn Sie berufliche Veröffentlichungen posten.
Sie können folgende Ergänzung hinzufügen: „Der dargestellte Inhalt dieses/r Blogs oder Webseite spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider und nicht die meines Arbeitgebers“ – bei Veröffentlichungen im Auftrag des Arbeitgebers besonders empfehlenswert.

* Schreiben Sie offen und ehrlich, aber nicht auf eine zu persönliche Art. Die Öffentlichkeit ist in der Regel nicht an Ihren Krankheiten oder banalen Sachen interessiert. Wägen Sie sorgfältig ab, was Sie an wen kommunizieren.

* Untermauern Sie Ihre persönliche Meinung mit Fakten und Recherchen. Unterscheiden Sie sorgfältig zwischen Meinung und Fakten. Verzichten Sie im Zweifelsfall auf die Veröffentlichung des Beitrags. Nichts ist schlimmer als eine falsche Tatsachenbehaputung – der PR-Gau ist vorprogrammiert.

* Fehler macht jede Person – offen damit umzugehen und diese schnell zu korrigieren, ist halb so schlimm als im Internet auf wissentlich falschen Behauptungen zu bestehen. Neben Ihrem Ansehen leidet auch auch Ihre Eigenreputation erheblich.

* Posten Sie nur dass, wozu Sie stehen und Ihre persönliche Meinung widerspiegeln tut.

* Auf Leserkommentare soll man zeitnah, höflich und konstriktiv antworten.

Einträge und Bilder im Social-Web sind wie ein Geschwür

Wer Informationen und Bilder über sich im Internet offenlegt, sollte sich über die lange Verweildauer der Daten bewußt sein. Man muß wissen, daß mit der Löschung der Daten diese keineswegs aus dem Netz verschwunden sind: Manch ein Geschwür ist schneller entfernt als unliebsame Artikel oder Fotos!

Selbst nach Löschung des Accounts bleiben die Daten noch über Jahre sichtbar und für Jedermann auffindbar. Dies hängt damit zusammen, dass im Internet Informationen dezentral auf Servern gespeichert werden und vielfach kopiert werden. Die Speicherung in Suchmaschinen leisten auch ihren Beitrag, dass man länger als gewollt Informationen über sich findet.

Manch ein Jugendlicher oder Erwachsener bedauert heute, welche Bilder und Äußerungen er vor Jahren veröffentlich hat: damals cool – heute durchaus ein Hindernis.
Nicht nur, daß sich Freunde und Partner diese Sachen ohne Probleme anschauen können; auch (Personal-)Chefs und Kollegen haben Zugriff auf allzu viel Freizügigkeit.

Es hilft auch nur bedingt, wenn man zum Beispiel zwei Accounts anlegt. Die Hoffnung, dass man über einen Spaß-Account unauffindbar bleibt, ist totale Träumerei! Ein Freund muß nur im Unbewußtsein in einem Kommentar Ihren Namen nennen oder eine Verlinkung zu einem Artikel oder einer Seite herstellen, auf welchem Ihr voller Name genannt ist. Schon ist die Verbindung hergestellt und Suchmaschinen bündeln nach kurzer Zeit die Daten beider Accounts.

Schon sehr frühzeitig soll man sich Geanken machen, ob man Partyfotos veröffentlichen muß oder unqualifizierte Kommentare im Internet schreiben soll. Verzeihlicher ist es, eine SMS oder eine Weiterleitung per Email in Betracht zu ziehen.

Auch Kriminelle machen sich oben genannte Tatsachen zu nutze: Je mehr Informationen Sie aus dem alltäglichen Leben von sich preisgeben, desto einfacher fällt es Hackern, Ihre Online-Identität anzunehmen. Auch Einbrecher freuen sich über Hinweise, wenn man lesen kann, dass Sie zur Zeit in Urlaub sind – die Adresse findet man schneller als Sie denken.

Facebook-Profil für Suchmaschinen auffindbar machen

Wenn das Facebook-Profil in Suchmaschinen auffindbar sein soll, muss eine entsprechende Option aktiviert werden. Auf der Eingangs- bzw. Startseite befindet sich unter ‚Konto‘, ‚Privatphären-Einstellung‘ die Option ‚Suche‘.
Dort muss unter ‚Öffentliche Suchergebnisse‘ ein Häkchen vor dem Kasten ‚Zulassen‘ stehen. Dann werden die in dem Profil für ‚alle‘ zugänglichen Informationen auch von Suchmaschinen gefunden.

Ob man diese Wahl der öffentlichen Auffindbarkeit nutzen möchte, ist eine persönliche Entscheidung. Empfehlenswert ist dies für die Eigenreputation auf jeden Fall – vorausgesetzt das Profil entspricht den üblichen Maßstäben. Peinliche Fotos oder zu ausgefallene Kommentare und Mitteilungen können sehr viel Schaden anrichten und den persönlichen Namen in ein ‚falsches Licht‘ rücken.

Homepage aufwerten: kostenlose Nachrichtenzentrale einrichten!

Haben Sie sich schon einmal nach einem Programm gesehnt, welches Ihnen, Ihren Bekannten und Followern einen Überblick über all Ihre Tätigkeiten bietet – Twitter-, Facebook-, LinkedIn-, YouTube-Meldungen an einem zentralen Ort? Oder aber eine Zusammenfassung zu einem von Ihnen definierten Thema? Abonnieren Sie zum Beispiel beliebige Twitteraccounts und RSS-Feeds zum Thema ‚Auto‘: jede neue Nachricht dazu wird in Echtzeit dargestellt.

FriendFeed hat genau diese Eigenschaften und wurde für diesen Zweck entwickelt. Kein andere Software bietet auch nur ansatzweise diese Möglichkeiten: Mit sehr wenig Aufwand kann man die Konten von Twitter, Facebook, YouTube und über 50 weiteren Social Media-Diensten einrichten. Das Programm ist kostenlos und die fast selbsterklärende Bedienerführung auf deutsch!

Eine weitere schöne Sache ist, daß Sie Nachrichten, die Sie zum Beispiel auf Twitter schreiben an Facebook weiterleiten können – diese erscheinen dann automatisch auf Ihrer Pinnwand.
Auch können Sie mittels eines Tools innerhalb von FriendFeed die vorher definierten Nachrichten auf andere Domains darstellen – die Homepagebesucher haben immer Neuigkeiten zum lesen. Letztlich wird Ihr Internetauftritt akttraktiver!